Was ist ein Spätkauf (Späti)?

Bei einem Spätkauf handelt es sich um ein Geschäft, das außerhalb der normalen Ladenöffnungszeiten für Kunden geöffnet ist – gewöhnlich die ganze Nacht und Sonn- und Feiertagen.

Kunden bekommen in einem Spätkauf meistens Alkohol, Sofdrinks, Tabakwaren und andere Lebensmittel zu kaufen. Verbreitet ist die Bezeichnung besonders in Berlin und anderen ostdeutschen Großstädten, wo er auch einfach als Späti oder Spätverkauf bezeichnet wird. Allein im Berliner Stadtgebiet gibt es schätzungsweise etwa 1.000 Spätkaufs.

Woher stammt der Begriff “Späti”?

Spätis oder Spätverkaufstellen haben ihren Ursprung in der ehemaligen DDR. Spät-verkaufstellen hatten gewöhnlich bis 20 Uhr oder länger geöffnet. Die herkömmlichen Lebensmittelgeschäfte schlossen jedoch gegen 18 Uhr. So hatten die Schichtarbeiter nach der Arbeit noch die Gelegenheit sich in einem Späti mit Lebensmitteln einzudecken.

Im Jahr 2017 hat der Duden das Wort “Späti” in seinen Wortschatz aufgenommen.

Quelle

Berliner Morgenpost (2016): Neuköllns “Spätis” organisieren sich gegen Verkaufsverbot, https://www.morgenpost.de/bezirke/neukoelln/article206951213/Neukoellns-Spaetis-organisieren-sich-gegen-Verkaufsverbot.html, [19.06.2018]

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