Immer mehr Menschen zieht es in die deutschen Großstädte. Die Nachfrage an bezahlbaren Wohnraum steigt seit Jahren immens. Das Angebot kann mit der Nachfrage nicht mehr mithalten. Ein Grund für die explosionsartig steigenden Mieten in Großstädten wie zum Beispiel Berlin, Hamburg oder München. Günstiger Wohnraum für Menschen mit niedrigeren Einkommen ist äußerst knapp oder kaum noch vorhanden.

Am 1. Juni 2015 tratt deswegen das Gesetz zur Mietpreisbremse „Mietrechts-novellierungsgesetz “ in Kraft. Es soll den Anstieg der Mieten gesetzlich begrenzen und vehrindern. Das Gesetz gilt vorläufig für fünf Jahre.

Was besagt die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse soll Mieter schützen. So darf bei der Neuvermiertung einer Wohnung die Miete maximal 10% über dem ortsüblichen Mietspiegel liegen. Lag die Miete vorher schon über dem ortsüblichen Mietspiegel, so muss die Miete nicht gesenkt werden (Bestandsschutz).

Wann greift die Mietpreisbremse nicht?

Neubauten sowie luxussanierte Wohnungen (z.B. mit neuen Einbauküchen) sind von der Mietpreisbremse ausgenommen. Dies gilt jedoch nur bei der Erstvermietung. Bei jeder weiteren Vermietung muss die Miete zwar nicht gesenket, darf aber auch nicht weiter erhöht werden, da sie wahrscheinlich schon vorher über dem ortsüblichen Mietspiegel lag.

Quellen:
Berlin.de: „Mietpreisbremse: Regelungen, Änderungen, Ausnahmen“, unter: https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/mietrecht/3793279-739654-mietpreisbremse-regelungen-aenderungen-a.html (abgerufen am 01.02.2018).