Wohnungsbaugenossenschaft Berlin

Inhaltsverzeichnis

Wohnungsbaugenossenschaft Berlin gesucht? Eine Liste aller Baugenossenschaften (hier klicken) in Berlin? Dann herzlich willkommen auf unserer Website und zugleich riesigem Berliner Verzeichnis für Baugenossenschaften!

Im Folgenden findest du die 12 Berliner Stadtbezirke und die jeweiligen Wohnungsbau­­genossenschaften, die dort genossenschaftliche Wohnungen anbieten. Zusätzlich viele Infos rund um das Thema “Wohnungsbaugenossenschaft Berlin”. Da kiekste, wa?!

“Ein wesentlicher Unterschied zwischen München und Berlin ist, dass wenn sich bei uns mehrere tausend Menschen in lächerlichen Klamotten vollkommen besoffen vollkotzen, nennen wir das nicht “Oktoberfest”, sondern “Dienstag”.”
– Felix Lobrecht (Stand-up-Comedian) über die Hauptstadt

Liste Wohnungs­baugenossenschaften Berlin

Klicke unten einfach auf deinen gewünschten Bezirk und du gelangst zu einer Liste mit Baugenossenschaften. In der Liste findest du zu jedem Bezirk mindestens eine Wohnungsbaugenossenschaft Berlin (WBG) und deren Wohnungsbestand nach Straßen sortiert. Eines der größten und besten Verzeichnisse für Wohnungsbau-genossenschaften in Berlin. Und ab geht die Post!

Wohnungs­­bau­genossenschaften Berlin Nord

Im Norden der Hauptstadt gibt es einige Baugenossenschaften. Die Ortsteile Berlin-Prenzlauer Berg, Berlin-Pankow, Berlin-Reinickendorf und Berlin-Weißensee sind besonders beliebt.

Berlin Pankow
Berlin Reinickendorf

Wohnungs­bau­­genossenschaften Berlin Zentrum und Ost

Wohnungsbaugenossenschaft Berlin im Osten Berlins gesucht? Zum Beispiel eine freie Wohnung in den Ortsteilen Berlin-Friedrichshain, Berlin-Kreuzberg, Berlin-Mitte, Berlin-Hellersdorf, Berlin-Marzahn oder Berlin-Hohenschönhausen?

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Berlin Lichtenberg
Berlin Marzahn-Hellersdorf
Berlin Mitte

Wohnungs­bau­­genossenschaften Berlin Süd

Im Süden der Hauptstadt bieten zahlreiche WBGs günstige und freie Wohnungen an. Keine Frage, Berlin-Adlershof, Berlin-Neukölln, Berlin-Köpenick, Berlin-Schöneberg stehen bei den Wohnungssuchenden hoch im Kurs.

Berlin Neukölln
Berlin Treptow-Köpenick
Berlin Tempelhof-Schöneberg

Wohnungs­bau­genossenschaften Berlin West

Auch im Westen Berlins gibt es in vielen Teilen genossenschaftlichen Wohnraum. Wohnungen in Berlin-Steglitz und Berlin-Spandau sind äußerst gefragt.

Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Berlin Spandau
Berlin Steglitz-Zehlendorf

TOP 5 der größten Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin

In Berlin gibt es zahlreiche Baugenossenschaften. In den letzten Jahren sind durch Neugründungen einige Genossenschaften hinzugekommen, manche wiederum haben sich aber aufgrund von Kapitalmangel aufgelöst. Und welche Genossenschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten zu den größten der Stadt entwickelt? Es kommt drauf an, ob nach Anzahl der Wohnungen oder nach Anzahl der Mitglieder bewertet wird.

Nach Anzahl der Mitgliedern ergibt sich folgendes Bild:

  1. WGLi Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg: 25.000 Mitglieder
  2. Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG (BWV): 20.000 Mitglieder
  3. Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG: 15.000 Mitglieder
  4. Charlottenburger Baugenossenschaft: 13.000 Mitglieder
  5. bbg Berliner Baugenossenschaft eG: 10.000 Mitglieder

Nach Anzahl des Wohnungsbestandes dieses Bild:

  1. Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg (WGLi): 10.000 Wohnungen
  2. Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG: 8.700 Wohnungen
  3. bbg Berliner Baugenossenschaft eG: 7.000 Wohnungen
  4. Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG: 7.000 Wohnungen
  5. Charlottenburger Baugenossenschaft: 6.600 Wohnungen

Wohnungs­bau­genossenschaften in Berlin und Brandenburg

Berlin ist dir als Stadt eine Nummer zu groß oder zu laut oder stickig oder zu teuer? Auf unserer Partnerseite für Brandenburg findest du eine passende Wohnungsbaugenossenschaft im Berliner Umland (Metropolregion Berlin/Brandenburg). Immerhin gibt es im Umland von Berlin etwa 50 Dörfer sowie Klein- und Mittelstädte, in denen zusammen knapp eine Million Menschen leben.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer genossenschaftlichen Wohnung im schönen Potsdam? Oder direkt im Berliner Speckgürtel (Panketal, Oranienburg, Königs Wursterhausen, Teltow) oder anderswo im grünen Brandenburg? Hier geht es zur unserer Seite mit allen Wohnungsbaugenossenschaften im Land Brandenburg.

Was ist eine Genossenschaftswohnung?

Eine Genossenschaftswohnung (auch genossenschaftliche Wohnung) ist eine Wohnung, die von einer Wohnungsgenossenschaft verwaltet, bewirtschaftet und vermietet wird. Eine Baugenossenschaft ist eine Sonderform unter den Wohnungsunternehmen. Was genau eine Wohnungsgenossenschaft ist, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Was ist eine Wohnungsgenossenschaft (Definition)?

Eine Wohnungsbaugenossenschaft (abgekürzt WBG) ist eine spezielle Art einer Genossenschaft. Generell hat eine Wohnungsgenossenschaft das Ziel, ihren Mitglieder sozialverträglichen Wohnraum anzubieten. Die Mietverträge sind zumeist unbefristet (lebenslanges Wohnrecht).

Mitglieder einer Wohnungsgenossenschaft wohnen in Genossenschaftswohnungen und sind zugleich Miteigentümer des Wohnungsunternehmens. Genossenschaftsmitglied in einer Baugenossenschaft zu sein, ist also ein bisschen wie Monopoly zu spielen. In Ausnahmefällen können auch Nichtmitglieder Wohnungen anmieten, dies wird in der jeweiligen Satzung bestimmt. Mehr zu dem Thema findest du ausführlicher in unserem Lexikon: Was ist eine Wohnungsbaugenossenschaft?

In der ehemaligen DDR gab es eine abgewandelte Form der Wohnungsbaugenossenschaft, nämlich die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (kurz AWG). Bei der AWG schlossen sich Beschäftigte von volkseigenen Betrieben (VEB) oder staatlichen Institutionen zusammen und gründeten eine Baugenossenschaft. Der Staat förderte AWGs wiederum mit zinsfreien Krediten.

Genossenschaftsidee ist Weltkulturerbe

Seit November 2016 ist die Idee und das Konzept von Genossenschaften auf der Repräsentativen UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen. Die ehemalige Präsidentin der Kultusministerkonferzen, Dr. Claudia Bodegan, sagt dazu:

In Genossenschaften kommt bürgerschaftliches Engagement jenseits von privaten und staatlichen Wirtschaftsformen zum Ausdruck. Die Genossenschaftsfamilie verstand sich von jeher als eine an sozialen Werten orientierte Bewegung, die auf ideellen Grundsätzen wie Solidarität, Ehrlichkeit, Verantwortung, Demokratie aufbauend eine alternative Wirtschaftsform bildet.

Insgesamt gibt es in Deutschland 21 Millionen Genossenschaftsmitglieder. Weltweit versammeln sich sogar 800 Millionen Mitglieder in über 100 Ländern unter dem Dach von unterschiedlichen Genossenschaften.

Bei einer Wohnungsbaugenossenschaft in Berlin bewerben

Bei der Bewerbung um eine genossenschaftliche Wohnung gibt es im Gegensatz zu einer Bewerbung um eine rein privatwirtschaftliche Wohnung gewisse Unterschiede. Meistens wirst du bei einer Baugenossenschaft nicht sofort ein Wohnungsangebot bekommen, sondern dein Gesuch wird aufgenommen und zuerst auf einer Warteliste notiert.

Die Wartelisten sind aufgrund der hohen Anfrage erfahungsgemäß sehr lang und nicht jede Wohnungsgenossenschaft führt eine solche. Wenn du Glück hast, dann bekommst du nach drei bis sechs Monaten dein erstes Angebot für eine freie und provisionsfreie Wohnung von der Baugenossenschaft.

Hat dir die Genossenschaftswohnung bei der Besichtigung dann gefallen, musst du zuerst einen Antrag auf Mitlgliedschaft bei der jeweiligen Baugenossenschaft stellen, um in die Wohnung einziehen zu können. Du hast nämlich kein Anrecht eine freie Wohnung zu bekommen, du musst dich um sie bewerben. Je nachdem was in der Satzung der Baugenossenschaft steht, ist eine Anmietung einer Wohnung auch als nicht Genossenschaftsmitglied möglich.

Kleinere Berliner Baugenossenschaften laden potentiell geeignete Kandidaten häufig zusätzlich zu einem persönlichen Wohnungsbewerbungsgespräch ein, bei dem überprüft wird, ob du oder ihr zu den Werten der Baugenossenschaft passt. An dieser Stelle macht es Sinn, dass du dich vorher ein wenig mit dem Aufbau und der Struktur von Baugenossenschaften sowie den Grundgedanken genossenschaftlichen Wohnens auseinandergesetzt hast.

Wenn du beim Gespräch einen guten Eindruck hinterlassen hast und du die Wohnung angeboten bekommst, vordert die Baugenossenschaften für die Vertragsunterzeichnung meistens den üblichen Papierkram wie ein Nachweis über Mietschuldenfreiheit, Gehaltsnachweise und eine SCHUFA-Bonitätsauskunft. Außerdem musst du ein Eintrittsgeld von zumeist 100 Euro entrichten und natürlich die Genossenschaftanteile zeichnen, die dich zum Miteigentürmer und Mitbestimmer der Wohnungsgenossenschaft machen. Die Höhe des Anteile richtet sich nach der Wohnungsgröße.

Bevor du jedoch den Mietvertrag unterzeichnest, solltest du gründlich alle Vorteile und Nachteile als Mitglied in einer Baugenossenschaft abwegen. Mach dir zum Beispiel Gedanken über die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Wohnungsenossenschaft. Solche Informationen liefert dir der Geschäftsbericht, den die Genossenschaften einmal im Jahr herausgeben. Denn auch bei diesen Wohnungsunternehmen kommt es in seltenen Fällen durch Missmanagement zu Insolvenzen.

Grundgedanken genossenschaftliches Wohnen

Wer in einer Wohnungsbaugenossenschaft Mitglied werden will, sollte zumindest die solidarischen Grundgedanken des genossenschaftlichen Wohnens kennen. Die Grundgedanken des genossenschaftlichen Wohnen basieren nämlich auf diesen vier Säulen:

  • Selbsthilfe
  • Selbstverantwortung
  • Selbstbestimmung
  • Selbstverwaltung

Wohnungsbaugenossenschaft Berlin: Welche Genossenschaft ist gut?

Die Antwort richtet sich nach deinen individuellen Bedürfnissen, die du an eine Wohnungsbaugenossenschaft und das Wohnen im Allgemeinen hast. Es gibt Wohnungssuchende, die gerne zuätzliche Dienstleistungen rund ums Wohnen in Anspruch nehmen und andere wollen einfach nur das Basisprogramm und eine Wohnung ohne zusätzliche Services mieten.

Herausragende Genossenschaften bieten ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an zusätzlichen und nützlichen Servicedienstleistungen an. Dazu gehören zum Beispiel genossenschaftliche Spareinichtungen, Sozialberatung, Veranstaltungsräume, Hausmeisterservices, Mitgliederrabatte bei Partnern und Waschhäuser.

Mehr Informationen zu den extra Services der Genossenschaften findest du auf unserer Website oder der Website der jeweiligen Berliner Genossenschaft. Die Sterne-Bewertungen auf unserem Portal und die Google Rezensionen können dir außerdem erste Hinweise auf den Servicequalität einer WBG geben.

Genossenschaftswohnungen Berlin in Zahlen (Statistik)

Nach einer Statistik der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem Jahr 2011 sind 86 Prozent des Wohnungsbestands in Berlin Mietwohnungen. Die Hauptstadt kann also mit Recht als Stadt der Mieter (Mieterstadt) bezeichnet werden. Am größten ist der Anteil der Mietwohnungen in den Berliner Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg.

Wie viele Baugenossenschaften gibt es in Berlin?

In Berlin gibt es 80 Baugenossenschaften, die insgesamt rund 600.000 Mitglieder haben und rund 186.000 Wohnungen zum eigenen Immobilienbestand zählen. Somit ist Berlin nicht nur Mieterstadt, sondern auch die Hauptstadt der Baugenossenschaften.

Wohnungsbaugenossenschaften Berlin Statistik
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Wie viele genossenschaftliche Wohnungen gibt es in Berlin?

Etwa 11,5 Prozent aller Berliner Mietwohnungen (186.000 Wohnungen) befinden sich in den 16.912 Gebäuden der lokalen Baugenossenschaften. Die Genossenschaftswohnungen sind aufgeteilt in 146.500 sonstige genossenschaftliche Mietwohnungen (9 Prozent) , 28.700 genossenschaftliche Belegungsbindungs-WE (1,8 Prozent) und 10.800 genossenschaftliche Sozialmietwohnungen (0,7 Prozent) .

Berlins älteste Baugenossenschaft

Die älteste und zugleich einer der größten Wohnungsbaugenossenschaft Berlins wurde im Mai des Jahres 1886 gegründet. Es handelt sich um die bbg Berliner Baugenossenschaft eG. Die bbg ist bis heute auf etwa 10.000 Mitglieder angewachsen und zählt 7.000 Wohnungen zum Bestand, die sich auf viele Bezirke der Haupstadt aufteilen.

Berliner Mietspiegel

Die Höhe der Miete ist von vielen Variablen abhängig. Dazu gehören die Wohnungsgröße, die Ausstattung, die Art der Wohnlage sowie das Alter und der Zustand der Immobilie. Deswegen kann es zum Teil zu erheblichen örtlichen Abweichungen im Mietpreis kommen.

Je nachdem, ob man den offiziellen Berliner Mietspiegel 2017 oder den Mietspiegel von zum Beispiel Immonet.de heranzieht, zeichnet sich ein unterschiedliches Bild bei den durchschnittlichen Mietpreisen in Berlin ab.

Berliner Mietspiegel 2017

Wie hoch ist die durchschnittliche Kaltmiete in Berlin pro qm über alle Bezirke und Wohnmerkmale hinweg? Die Kaltmiete beträgt laut dem offiziellem Berliner Mietspiegel 2017 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Durchschnitt 7,20 Euro pro qm.

Berliner Mietspiegel 2017 Tabelle

Wohnungsgröße Preis pro qm in Euro (kalt)
unter 40 qm 7,77 Euro
40 – 60 qm 7,07 Euro
60 – 90 qm 6,90 Euro
über 90 qm 7,06 Euro
Gesamtdurchschnitt 7,20 Euro

Berliner Mietspiegel von Immowelt.de

Der Mietspiegel vom Immobilienportal Immowelt.de offenbart ein etwas anderes Bild vom Mietspiegel in Berlin. Laut diesen Daten liegt die durchschnittliche Kaltmiete in Berlin bei etwa 12,60 Euro pro qm und somit 75 Prozent höher im Vergleich zum offiziellen Berliner Mietspiegel. Ein möglicher Grund dafür könnte die Datenlage sein, die aufgrund der Erhebungsmethoden unterschiedlich ist.

Wohnungsgröße Preis pro qm in Euro (kalt)
unter 40 qm 14,30 Euro
40 – 60 qm 12,00 Euro
60 – 80 qm 11,00 Euro
80 – 100 qm 12,00 Euro
100 – 120 qm 12,60 Euro
120 – 140 qm 12,50 Euro
über 140 qm 13,80 Euro
Gesamtdurchschnitt 12,60 Euro

Mieten in Berlin

Im Vergleich mit Städten wie München und Hamburg sowie international sind die Mieten in Berlin vergleichsweise noch recht preiswert, aber in Relation mit den niedrigen Einkommen der Berliner wiederum relativ hoch. Im Jahr 2017 verdiente ein Beschäftigter in Berlin im Durchschnitt 41.184 Euro brutto im Jahr. Deutschlandweit liegt das durchschnittliche Einkommen bei 44.000 Euro brutto im Jahr. Somit liegt Berlin mit einem Lohnniveau von 93,6 Prozent klar unter dem Bundesdurchschnitt.

Als Hilfestellung für Mieter bietet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ein kostenloses online Tool zur Mietspiegelabfrage in Berlin an. Dort gibst du im ersten Schritt einfach deine Straße und ein paar weitere wichtige Eckdaten rund um deine Wohnung ein. Im zweiten Schritt erhälst du dann den entsprechenden Mietspiegel in deiner Straße.

Wohnungsbaugenossenschaft Berlin: Preiswert wohnen als Mitglied in einer Berliner WBG

Egal welche Wohnungsgröße du suchst, ob 1-Zimmerwohnungen, 2-, 3-, oder 4-Zimmerwohnungen, günstigen Wohnraum in Berlin zu finden ist echt schwierig. Noch komplizierter ist es in zentraler Lage eine bezahlbare Wohnung zu finden. Denn mittlerweile werden sogar die Zugezogenen von zugezogenen Neu-Berliner in der nächsten Generation aus den alten Kiezen verdrängt. Stichwort Gentrifizierung.

Und das Berlin und viele andere deutschen Großstädte zum Eldorado für Immobilieninvestoren und Immobilienspekulanten geworden ist, brauchen wir dir nicht erzählen. Berlin wächst zudem immernoch fleißig. Allein im Jahr 2017 sind zu den 3,5 Millionen Einwohnern noch einmal netto 41.000 Einwohner hinzukommen. Das Resultat: Die Preise klettern weiterhin steil in die Höhe und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Aber es gibt noch eine Hoffnung und eine Alternative für die vielen Mietinteressenten dort draußen in Berlin: eine Wohnungsbaugenossenschaft Berlin! Fast nirgendwo sonst kann man als Mieter günstiger Wohnen als hier. Denn Baugenossenschaften gründen allgemein auf der Vorstellung, dass man seinen Mitgliedern möglichst sozialverträgliche Mieten anbietet – und dies ohne Befristung. Reine Profitorientierung steht bei diesen Wohnungsunternehmen häufig nicht im Vordergrund.

Ein weiter Pluspunkt ist, dass die Genossenschaften in nahezu allen Lagen Berlins Wohnungsbestände vorzuweisen haben – selbst in den äußerst beliebten (hip und trendigen) Ortsteilen wie:

Ach ja, Baugenossenschaften sind übrigens natürlich auch sehr gut geeignet für junge Menschen wie Auszubildende, Studenten und Hipster.

Tipp: In unserem Blog haben wir für dich zwei hilfreiche Artikel zur erfolgreichen Wohnungssuche in Berlin verfasst:

Provisionsfreie Wohnungen Berlin: Wohnungen Berlin provisionsfrei

Häufig engagieren private Vermieter Makler, um ihre Immobilien zu vermieten. Dieser Service kostet natürlich Geld. Laut Gesetz gilt hier das Bestellerprinzip. Das heißt, derjenige, der den Makler beauftragt hat, muss ihm auch die Maklercourtage oder anderweitige Provisionen zahlen – meistens der Vermieter also. Die Höhe des Honorars ist in der Regel von der Nettokaltmiete abhängig. So manch ein Vermieter könnte dennoch versuchen sich diese Kosten durch Umwege wieder vom Mieter zurückzuholen.

Dagegen ist das Wohnen in einer WBG ist nicht nur sicher und preiswert, sondern auch provisionsfrei. Die Abwicklung läuft ohne Makler. Es entstehen für keine der Parteien zusätzliche Kosten. Keine Provision!

Berliner Baugenossenschaften und gute Betreuung der Mieter

Die Berliner Baugenossenschaften lassen ihre Mieter im Gegensatz zur vielen privaten Vermietern nicht einfach im Regen stehen. Fast jede Genossenschaft in Berlin bietet ihren Mietern zusätzlich hilfreiche und nützliche Serviceleistungen an, die den Alltag erleichtern und die Gemeinschaft der Genossenschaft stärken. Dazu gehören:

  • kostenlose Reparaturservices
  • Sozialberatung und soziale Dienste
  • Schlichtungskommissionen
  • Veranstaltungsräume
  • Mietertreffs
  • Veranstaltungen und Feste
  • Möglichkeit zum Geldsparen oder anlegen (Spareinrichtungen)
  • Garagen und Stellplätze
  • Gästewohnungen
  • Waschhäuser

Kostenlose Reperaturservices

Bei Mängeln in der Wohnung haben fast alle Wohnungsgenossenschaften einen kostenlosen Reperaturservice parat. Entweder sind eigene Handwerker beschäftigt oder externe Dienstleister. Wenn es brenzlich sein sollte, kannst du auch eine Rufnummer für den Notfall anrufen, damit der Mangel schnell behoben wird. Moderne Genossenschaften, die wert auf Service legen, bieten ein online Formular zur Schadensmeldung an.

Sozialberatung und andere soziale Dienste

Für Menschen, die in ihrem Leben Unterstützung suchen, haben einige Wohnungsgenossenschaften Sozialberatungen eingerichtet, in denen die Hilfesuchenden in schwierigen Lebenslagen beraten und soziale Dienste vermittelt werden. Haben sich zum Beispiel Mietschulden aufgebaut, es gibt Probleme mit dem Jobcenter oder es fehlt im Alter an nötiger Mobilität, kann eine solche Beratung meist kostenlos in Anspruch genommen werden. In den Beratungsgesprächen können die wichtigsten Fragen geklärt werden.

Schlichtungskommission bei Nachbarschaftsstreit

In besonderen Fällen, wenn es zu Streit zwischen dir und anderen Genossenschaftsmitgliedern (Nachbarn) kommt, gibt es sogenannte Schlichtungskommssionen. Ein eingesetzter Mediator soll dann dafür sorgen, dass der Konflikt zwischen den Mietparteien geschlichtet wird. Diesen Service gibt es aber nicht bei jeder Wohnungsbaugenossenschaft in Berlin. Eine Schlichtungskomission kann bei hartnäckigen Fällen unter Umständen aber sehr nützlich sein.

Baugenossenschaften und Gemeinschaft

Veranstaltungsräume für eigene Partys und Mietertreffs (Nachbarschaftstreffs) gehören besonders bei den mittleren und großen genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen der Hauptstadt zum Standard. Außerdem organisieren und veranstalten Baugenossenschaften für ihre Mieter zum Teil Tagesfahrten, Grillpartys, Nachbarschaftsfeste oder andere Veranstaltungen. Ziel ist es, die Gemeinschaft innerhalb der Genossenschaftsmitglieder zu stärken.

Spareinrichtungen von Baugenossenschaften

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten dein Geld sinnvoll und ertragreich anzulegen. Dazu gehören auch die klasischen Spareinrichtungen der Genossenschaften. Dabei wird dein eingezahltes Geld von der Baugenossenschaft verwaltet. Sie kann dann den Kapitalbedarf für Neubauten, Renovierungen oder Instandsetzung kostengünstiger selbst decken und braucht weniger Kredite bei einer Bank aufnhemen. Du als Sparer erhählst dafür Zinsen auf dein Sparguthaben. Eine Win-win-Situation also. Die Zinsen betragen durchschnittlich zwischen 1 bis 4 Prozent pro Jahr. Die genauen Rahmenbedingungen sind bei der Genossenschaft zu erfragen. Folgende Baugenossenschaften in Berlin bieten ihren Mitgliedern Spareinrichtungen an:

Garagen und Stellplätze

Normalerweise bieten Wohnungsgenossenschaften ihren Mietern ein üppiges Angebot an Garagen, Tiefgaragen oder Stellplätze für das eigene Auto oder das eigene Motorrad an. Der Stellplatz aber gewöhnlich mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Mieten sind aber in den meisten Fällen erschwinglich. Ausreichend Stellplätze für das Fahrrad gibt es meistens im Keller oder direkt vor der Haustür. Manche Baugenossenschaften bieten ihren Mietern auch Fahrradboxen an.

Gästewohnungen in Berlin

In Berlin gibt es vielfältige Möglichkeiten den Besuch unterzubringen. Neben Hotels, Hostels und klassischen Anbietern von Ferienwohnungen ist zuletzt auch Airbnb als Vermittler von privaten Wohnungen bei Urlaubern immer beliebter geworden. Aber auch einige Genossenschaften bieten ihren Mitgliedern Wohnungen an, damit diese ihre Gäste unterbringen können. Die Preise für die Unterkunft sind je nach Baugenossenschaft unterschiedlich, aber in der Regel recht kostengünstig und nahe am eigenen Wohnort gelegen.

Baugenossenschaften und Waschhäuser

Einige Genossenschaften sind in einer Zeit gegründet worden, in der die Bevölkerung noch nicht flächendeckend mit Waschmaschinen versorgt war. Zu Beginn konnten sich viele Normalbürger keine Waschmaschine von ihrem Einkommen leisten. Waschhäuser schuffen Abhilfe. Deswegen bieten auch heute noch eine Handvoll Wohnungsgenossenschaften ihren Mitgliedern Waschhäuser an. So manche Genossenschaft bietet sogar noch eine Wäschemangel an.

Barrierefreie Genossenschaftswohnung

Eine Barrierefreie Wohnungen ist laut Gesetz eine Wohnung, die vom Mieter ohne besondere Erschwernisse und ohne fremde Hilfe zugänglich ist und bedarfsgerecht genutzt werden kann. In Deutschland waren laut einem Bericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Jahr 2013 lediglich 1 bis 2 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes altersgerecht.

Das Angebot an vollständig barrierefreien Wohnungen wird daher wahrscheinlich auch sehr knapp bemessen sein. Deswegen hat auch leider nicht jede Berliner Baugenossenschaft barrierefreie Mietwohnungen im Angebot. Durch moderne Sanierungen wird der Anteil an barrierefreien Wohnungen aber in Zukunft immer weiter steigen.

Woran erkenne ich eine moderne Wohnungsbaugenossenschaft?

Ein moderne Wohnungsgenossenschaft stellt den Kunden in den Mittelpunkt und erkennt den Wandel in das digitale Zeitalter an. Das heißt, das Wohnungsunternehmen hat zumindest eine Website, auf der du alle nötigen Informationen schnell und online erhälst. Die Kommunikation zwischen dem Management der Genossenschaft und dir als Mieter erfolgt bestenfalls über das Internet. Das heißt, möglichst alle deine Anliegen können ohne Termin online abgewickelt werden.

Viele Baugenossenschaften bieten ihren Mitgliedern zusätzliche fundamentale Serviceleistungen, wie zum Beispiel einen kostenlosen Reparaturservice oder Veranstaltungsräume, an. Wohnungsunternehmen, die äußerst kundenorientiert denken, bieten weitere Dienstleistungen an, die dir dein Leben vereinfachen.

Denkbar wären Vorteils- und Rabattkarten für Baumärkte oder Möbelhäuser, Vergünstigungen für Telefon und Internet, Kooperationen mit Carsharing-, Ridesharing- oder E-Scooter-Sharing-Anbieter, Stromtankstellen, Vergünstigungen im ÖPNV oder bei Versicherungen (insbesondere Hausrat), Zusammenarbeit mit Unternehmen, die Lieferservices anbieten (REWE, Bringmeister), Fahrradgaragen, Beratung zur Wohnungseinrichtung, Umzugsservice, kostenlose Transporter und und und. Die Liste lässt sich beliebig weiterführen.

Sind Wohngemeinschaften (WGs) in einer Baugenossenschaft möglich?

Eine Wohngemeinschaft in einer Genossenschaftswohnung gründen, ist das möglich? Im Prinzip ja. Normalerweise akzeptieren die Wohnungsgenossenschaften Wohngemeinschaften als alternative Wohnform, die besonders bei jungen Menschen sehr beliebt ist. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Es ist jedoch wichtig, deinen Vermieter vorher zu fragen, ob du eine WG gründen oder Zimmer an andere Personen untervermieten darfst. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) § 540 Absatz 1 sagt dazu:

Der Mieter ist ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht berechtigt, den Gebrauch der Mietsache einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie weiter zu vermieten. Verweigert der Vermieter die Erlaubnis, so kann der Mieter das Mietverhältnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen, sofern nicht in der Person des Dritten ein wichtiger Grund vorliegt.

Ausnahme ist, wenn eine Klausel im Mietvertrag steht, die dir eine Untervermietung erlaubt oder wenn nach § 553 BGB ein berechtigtes Interesse für eine Untervermietung besteht.

Du musst deinen Vermieter also über dein Vorhaben grundsätzlich immer informieren und dir sein Einverständnis vorher einholen. Ansonsten könnte dies wohlmöglich negative Konsequenzen für dich und deine Mitbewohner bzw. Untermieter haben. Im schlechtesten Fall wird dir der Mietvertrag gekündigt und du musst dir eine neue Wohnung suchen.

Wohnungsbau­genossenschaften in Berlin bauen

Für einige Baugenossenschaften steht noch die Modernsierung der eigenen Immobilienbestände auf dem Plan. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Wohnungs-baugenossenschaften in Berlin engagiert sich auch am Berliner Immobilienmarkt mit zahlreichen Neubauprojekten. So baut zum Beispiel die Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg eG (WGLi), eine der größten WBGs in Berlin und Deutschlands, den Lichtgarten im Ostteil der Stadt.

Oder es werden gänzlich neue Wohngebiete aus dem Boden gestampft. Zum Beispiel im Süden der Hauptstadt. Im Bezirk Treptow-Köpenick und dort im Ortsteil Berlin-Adlershof zum Beispiel. Unter dem Motto “Kluges Wohnen” entstehen auf 4,2km² vier komplett neue Wohnquartiere am modernen Technologiepark Adlershof: “Wohnen am Campus I + II” (WaC), “Straße am Flugplatz” und “Viva City”. Beteiligt an dem Projekt sind die Wohnungsbaugenossenschaften

Ein großes Problem, was aber nicht nur allein die Baugenossenschaften haben und weitere Neubauprojekte behindert, ist passendes und günstiges Bauland in Berlin zu finden sowie bürokratische Hürden in der kommunalen Verwaltung zu überwinden.

Wohnungsbaugenossenschaft Berlin: Eine Baugensossenschaft gründen?

Du willst eine Genossenschaft gründen? Ja, manchmal muss man die Zügel selbst in die Hand nehmen. Wer wirklich die Nase gestrichen voll von der Wohnungssuche und dem Immobilienmarkt, zahlreiche Mitstreiter, ein starkes Durchhaltevermögen sowie unternehmerisches Denken und genügend finanzielle Ausstattung hat, für den könnte eine Gründung einer eigenen Baugenossenschaft eine interessante und langfristige Alternative sein.

Allein in Berlin sind in den letzten 20 Jahren auf Initiative von mutigen Berliner Bürgerinnen und Bürgern einige Baugenossenschaften in Berlin gegründet worden, zum Beispiel diese Genossenschaften:

Einen Überblick über die Neugründungen von Genossenschaften gibt es auf der Website der Jungen Genossenschaften Berlin.

Das Berliner Projekt urban coop berlin eg bringt als Dachgesellschaft übrigens Menschen zusammen, die gemeisam etwas bauen wollen und unterstützt diese bei der Planung, der Entwicklung und dem Bau von genossenschaftlichen Wohnprojekten. Du kannst dich dort als Anwärter für Bauvorhaben bewerben. Gründungsmitglied ist das Bündnis Junger Genossenschaften.

Umfangreiche und sehr hilfreiche Informationen zum Thema Genossenschaftsgründung bietet außerdem der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. auf seiner Website an. Dort findest du alle wichtigen Basisinformationen und Downloads rund um das Thema Genossenschaftsgründung: Checklisten, Gründungsdokumente, Mustersatzungen, Leitfäden und Infos zu regionalen Förderprogrammen.

Genossenschaftsförderung im Land Berlin

Das Land Berlin fördert in Zusammenarbeit mit der IBB (Investitionsbank Berlin) in Höhe von 20 Millionen Euro Vorhaben für den Neubau und Bestandserwerb von Wohnungsgenossenschaften (Genossenschaftsförderung). Das Angebot umschließt bestehende Baugenossenschaften (e.G.) und diese, die sich in der Gründung befinden (i.G.). Außerdem kann du als privater Haushalt mit WBS (Wohnberechtigungsschein) ein zinsloses Darlehen für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen beantragen.

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet dir mit dem KfW-Wohn­eigentums­programm – Genossenschafts­anteile als Privatperson ein zinsgünstiges Darlehen (Kredit 134) zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen von bis zu 50.000 Euro an.

Wie viele Einwohner hat die Stadt Berlin?

Laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg lebten offiziell 3.613.500 Menschen Ende 2018 in Berlin.

Einwohnerentwicklung: wächst Berlin bis zum Mond?

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen kommt in ihrer aktuellen Bevölkerungsprognose zu dem Schluss, dass die Einwohnerzahl der Stadt im Jahr 2030 auf über 3,8 Millionen Menschen anwachsen könnte (mittlere Schätzung). Das heißt, die Berliner Bevölkerung wächst in Zukunft nochmal um 266.000 Menschen oder 7,5 Prozent. Das durchschnittliche Alter wird von 42,9 Jahren auf 44,3 Jahre leicht ansteigen.

Wichtiger Grund für den Bevölkerungszuwachs ist die positive Entwicklung der natürlichen Bevölkerungsbewegung. Es werden also mehr Menschen geboren als sterben und es gibt weiterhin einen Zuzug junger Menschen. Der Zuzug aus Krisengebieten Geflüchteter Menschen gab der Einwohnerentwicklung Berlins in den letzten drei Jahren zusätzlich neuen Auftrieb.

Tabelle: Zahl Geflüchteter in Berlin

Jahr Anzahl Geflüchteter
2015 55.001
2016
16.889
2017
  8.285
2018
  7.260

Genossenschaftliches Wohnen in Deutschland

Baugenossenschaften nehmen in der deutschen Immobilienwirtschaft einen hohen und traditionellen Stellenwert ein. Jetzt ein paar Fakten zu dem Thema genossenschaftliches Wohnen in der Bundesrepublik.

Wie viele Wohnungsbaugenossenschaften gibt es in Deutschland?

Laut GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.) gibt es in Deutschland etwa 2.000 Wohnungsbaugenossenschaften mit einem Wohnungsbestand von etwa 2,2 Millionen Wohnungen.

Wie viele Menschen wohnen in einer Baugenossenschaft zur Miete?

In Deutschland wohnen laut GdW rund fünf Millionen Menschen in einer WBG zur Miete. Jeder vierte Bundesbürger ist Mitglied in einer Baugenossenschaft.

Wie viel Geld investieren die Wohnungsgenossenschaften in den Neubau?

Im Jahr 2016 gaben die Wohnungsgenossenschaften deutschlandweit etwa 5 Milliarden Euro für Neubauprojekte aus.

Wann wurden die meisten Baugenossenschaften gegründet?

Viele Wohnungsgenossenschaften wurden aufgrund der großen Wohnungsnot um die Jahrhundertwende gegründet. In dieser Zeit war der Wohnraum in den Städten sehr knapp und die Wohnbedingungen für viele Menschen sehr schlecht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erleichterte zudem der deutsche Staat die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Gründung von Baugenossenschaften.

Daher feierten 2018 schon über 400 Genossenschaften ihr 100. Jubiläum. 11 WBGs in Deutschland zelebrierten sogar schon ihr 125. Bestehen am deutschen Immobilienmarkt.

Marketinginitiative der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland e.V.

In Deutschland gibt es mehr als 400 Baugenossenschaften, die unter der Marketinginitiative Wohnungsbaugenossenschaften in Deutschland e.V. versammelt sind. Zusammen bringen es die Mitglieder der Initiative landesweit auf 800.000 Wohnungen und mehr als eine Million Genossenschaftsmitglieder. Ziel der Organisation ist es, Wohnungsbaugenossenschaften als Marke zu stärken und das Wohnen in einer Baugenossenschaft bekannter zu machen. Auf dem Webangebot findet sich auch eine Liste mit Baugenossenschaften, die der Initiative angehören.

Die Marketinginitiative ist vor allem durch ihr prägnates Logo, das bunte Bauklötzchen auf einem grünen Hintergrund enthält, bekannt. Viele Mitglieder der Initiative haben dieses markante Logo oftmals an ihren Immobilien als Aufkleber angebracht.

BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.

Zahlreiche Baugenossenschaften sind Mitglied beim BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., der die Interessen der Berliner und Brandenburger Wohnungswirtschaft in der Öffentlichkeit und der Politik vertritt. Insgesamt gehören dem Verband 344 Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft an, die rund 1,1 Millionen Wohnungen bewirtschaften. Darunter sind unter anderem 196 Wohnungsbaugenossenschaften, die einen Immobilienbestand von 320.000 Wohnungen aufweisen.

Städtische Wohnungsbaugesellschaften in Berlin

Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften sind ähnlich wie die Baugenossenschaften eine Sonderform unter den Wohnungsunternehmen. Sie werden auch als kommunale Wohnungsunterehmen oder kommunale Wohnungsgesellschaften bezeichnet.

Bei dieser Form der Wohnungsbaugesellschaft lässt die Stadt ihre Immobilien von eigens gegründeten Wohnungsbaugesellschaften verwalten, vermieten oder verkaufen. Die Stadt Berlin ist also Anteilseigener dieser Immobilienunternehmen. Außerdem kaufen die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Immobilien zum Bestand hinzu oder investieren in den Neubau von Wohnungen.

Hauptauftrag kommunaler Wohnungsbaugesellschaften besteht darin, familiengerechten Wohnraum zu sozialen Bedingungen anzubieten (sozialer Wohnungsbau). In Berlin gibt es insgesamt sechs städtische Wohnungsbaugesellschaften, die rund 300.000 Wohnungen in nahezu allen Bezirken der Stadt verwalten. Mit dem Webangebot inberlinwohnen.de haben die Landeseigenen ein zentrales Wohnungssuchportal eingerichtet.

degewo AG

Die degewo (Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues) ist mit 75.000 Wohnungen im Immobilienbestand und knapp 1.300 Mitarbeitern die größte kommunale Wohnungsbaugesellschaft in ganz Deutschland und stadtweit auf dem zweiten Platz der kommunalen Wohnungsunternehmen.

GESOBAU AG

Für die GESOBAU AG (Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau gemeinnützige Aktiengesellschaft) sind 399 Mitarbeiter tätig. Das Wohnungsunternehmen verwaltet und bewirtschaftet etwa 42.000 Wohnungen. Eine der bekanntesten Siedlungen, die die GESOBAU AG betreut, ist die Plattenbausiedlung “Märkisches Viertel” in Berlin Reinickendorf.

GEWOBAG AG

Die GEWOBAG AG wurde als Heimstätten AG Groß-Berlin (HEIMAG) gegründet. Die 469 Mitarbeiter der GEWOBAG AG kümmern sich um die 100.000 Mieter und 62.000 Wohnungen des landeseigenen Immobilienunternehmens.

STADT UND LAND

Das Kommunalunternehmen STADT UND LAND hat rund 47.000 eigene Wohnungen und verwaltet etwa 11.000 Wohnungseinheiten für Dritte. 545 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Die STADT UND LAND ist außerdem Gesellschafterin z.B. bei der WoGeHe – Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf mbH und bei der WOBEGE – Wohnbauten- und Beteiligungsgesellschaft mbH.

WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Die WBM verwaltet etwa 30.000 Wohnungen in Berlin. Die Wohnungsbaugesellschaft ist besonders in den zentrumsnahen Lagen der Stadt (Mitte, Friedrichshain) mit zahlreichen Wohneinheiten vertreten. 365 Mitarbeiter kümmern sich um den Geschäftsbetrieb der WBM.

HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE vermietet rund 61.000 Wohnungen, die von 676 Mitarbeitern bewirtschaftet werden. Im Bestand der HOWOGE befinden sich hauptsächlich Plattenbauten.

Wohnen in Deutschland

Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es sage und schreibe etwa 42 Millionen Wohnungen.

Wie hoch ist die durschnittliche Kaltmiete in Deutschland pro Quadratmeter?

In Deutschland zahlten die Bürgerinnen und Bürger im Schnitt eube Kaltmiete von 6,72 Euro pro qm Wohnfläche. Dabei gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle. Im Bundesland Hamburg lag die Bruttokaltmiete 2014 im Mittel bei 8,67 Euro pro qm, in Thüringen hingegen nur bei 5,49 Euro pro qm.

Wie hoch ist die durchschnittliche Kaltmiete in Deutschland?

Die durchschnittliche Bruttokaltmiete betrug laut Statistischem Bundesamt 2014 im gesamten Land 473 Euro pro Monat.

Was geben die Deutschen für ihre Miete aus?

Wie hoch ist die Mietbelastungsquote hierzulande? In Deutschland gibt die Bevölkerung im Durchschnitt etwa ein Drittel ihres Nettoeinkommens für die monatliche Miete aus. Am höchsten belastet sind dabei Ein-Personen-Haushalte. Mehrpersonenhaushalte geben etwa nur ein Viertel ihres verfügbaren Einkommens (Nettoeinkommen) für die monatliche Miete aus.

Mietbelastungsquote in Deutschland Tabelle

Mietbelastungsquote in Prozent
Insgesamt 27,2
1 Person 30,7
2 Pers­onen 23,6
3 Perso­nen 23,4
4 Perso­nen 22,8
5 Perso­nen
und mehr
24,6

Wie viele Single-Haushalte gibt es in Deutschland?

37 Prozent der Haushalte in Deutschland waren 2011 von Alleinlebenden (Single-Haushalte) bewohnt.

Wie hoch ist die Eigentümerquote in Deutschland?

Die Eigentümerquote in Deutschland betrug im Jahr 2014 etwa 47,5 Prozent. Mit 62 Prozent ist die Eigentümerquote im Saarland am höchsten und mit 14 Prozent im Stadtstaat Berlin am niedrigsten. Das heißt, etwas mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung wohnt im eigenen Besitz (Selbstnutzer) und etwas weniger als die andere Hälfte nicht.

Deutschland ist demnach ein Land der Mieter und gleichzeitig Schlusslicht im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedsstaaten. Der EU-Durchschnitt für Menschen, die zur Miete wohnen, beträgt lediglich 29,9 Prozent. Die Eigentümerquote liegt im Nachbarland Österreich beispielsweise bei 57,5 Prozent, in Spanien bei 78,8 Prozent und ist in Rumänien bei 96,1 Prozent am höchsten.

Wie hoch ist die Leerstandsquote in Deutschland?

Die Leerstandsquote lag im Jahr 2011 im Bundesdurchschnitt bei 4,4 Prozent und war in Sachsen dabei am höchsten und in der schönsten Stadt der Welt (Hamburg) am niedrigsten.

Wie hoch ist die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland?

Die durchschnittliche Wohnfläche ist in Eigentümerhaushalten mit 47 qm etwa neun qm größer als in den Mieterhaushalten, in denen die durchschnittliche Wohnungsgröße 38 qm beträgt.

Probleme mit dem Vermieter? Berliner Mietverein e.V.!

Du bist Mieter in Berlin und du hast Ärger mit deinem jetzigen Vermierter? Vielleicht kann dir der Berliner Mietverein e.V. mit seiner mehr als 125-jähriger Erfahrung mit Vermietern und den umfangreichen Beratungsangeboten weiterhelfen.

Slogan der Stadt Berlin

Hat die Bundeshaupstadt eigentlich einen offiziellen Slogan? Ja, aber selbstverständlich hat sie das! Der Slogan Berlins lautet seit über zehn Jahren kurz und knapp: “be Berlin”, “sei Berlin”! Der damalige amtierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit wurde für den Slogan scherzhaft zum Sprachpanscher des Jahres 2008 gekürt. Wir finden den Slogan für Berlin aber ganz in Ordnung.

Quellen

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (2017): Berliner Mietspiegel 2017. https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/download/Mietspiegel2017.pdf, [20.02.2019]

Senatsverwaltung für Statdentwicklung (2011):Berlin – wohnenswerte Stadt. https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/download/ausstellung_wohnenswerte_stadt.pdf, [10.05.2019]

Morgenpost.de (2019): Genossenschaft initiiert Volksbegehren für günstiges Bauland. https://www.morgenpost.de/berlin/article216680451/Genossenschaft-initiiert-Volksbegehren-fuer-guenstiges-Bauland.html, [17.03.2019]

Immowelt.de (2018): Mietspiegel Berlin 2018. https://www.immowelt.de/immobilienpreise/berlin/mietspiegel, [08.10.2018]

bz-berlin.de (2018): https://www.bz-berlin.de/deutschland/anderes-bundesland-anderer-lohn-wo-das-geld-in-deutschland-wohnt, [01.06.2019]

Amt für Statistik Berlin Brandenburg (2018): Auf einen Blick. https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/, [08.03.2019]

bbg Berliner Baugenossenschaft (2019): Wir über uns. https://www.bbg-eg.de/wDeutsch/genossenschaft/ueber_uns.php?navid=4, [08.03.2019]

Bundesamt für Justiz (2019): Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 540 Gebrauchsüberlassung an Dritte. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__540.html, [08.03.2019]

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Senatsverwaltung für Statdentwicklung (2018): Genossenschaftsförderung. https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/de/genossenschaftsfoerderung/, [01.06.2019]

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GESOABAU AG (2019): Über die GESOBAU. https://www.gesobau.de/unternehmen/profil.html, [18.06.2019]

GEWOBAG (2019): Über die GEWOBAG. https://www.gewobag.de/ueber-uns/ueber-die-gewobag/, [18.06.2019]

STADT UND LAND (2019): Unternehmensportrait. https://www.stadtundland.de/Unternehmen/Unternehmensportraet.php, [18.06.2019]

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Statistisches Bundesamt (2014): Mietbelastungsquote von Hauptmieterhaushalten. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Tabellen/mietbelastungsquote.html

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Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (2018): Genossenschaften: demokratisch, solidarisch, erfolgreich. https://web.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/genossenschaften-demokratisch-solidarisch-erfolgreich, [06.02.2019]

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